Tiny House Trend 2019: Warum Dein zukünftiges Haus ein Tiny House, Minihaus oder Modulhaus ist

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Träumst du auch wie 96% der deutschen Mieter vom Eigenheim? Ein Traum, der gerade zu platzen droht: Mehr als die Hälfte der deutschen Mieter geht mittlerweile davon aus, dass sie sich nie ein eigenes Heim werden leisten können. Aber: Wir haben gute Nachrichten für dich! Denn es gibt Alternativen: Tiny Houses auf Rädern, Minihäuser und Modulhäuser liegen gerade voll im Trend. Wir klären dich auf, was hinter diesem Trend steckt.

In diesem Artikel erfährst du:

Was ist ein Tiny House auf Rädern, ein Minihaus oder Modulhaus? 

Für dich als Bauherrn ist es gar nicht so einfach, den Überblick über all diese Bauformen zu behalten: Mikrohaus, Singlehaus, Minihaus, Kleinhaus, Modulhaus, Containerhaus, Mobilheim oder doch ein Tiny House (on Wheels)? Gibt es wirklich so viele Bauformen auf dem Markt? Zunächst einmal können wir dich beruhigen. Viele der oben genannten Begriffe beschreiben die gleiche Bauform. So werden zum Beispiel für das Minihaus auch Bezeichnungen wie Mikrohaus, Kleinhaus oder Singlehaus verwendet. Das gleiche gilt für das Modulhaus. Hier wirst du auch auf Begriffe wie Containerhaus oder Systembau stoßen. Damit du den Überblick behältst, zeigen wir Dir anhand zweier Kriterien, wie du diese Bauformen unterscheiden kannst.

Gebäudegröße

Zum einen kannst du die unterschiedlichen Bauformen nach ihrer Größe unterscheiden. Die Infografik zeigt Dir eine grobe Einordnung entsprechend der Gebäudegröße. Die Grenzen sind fließend und Abweichungen von dieser Gruppierung sind möglich.

Mobilität

Zum anderen gibt es unterschiedliche Formen der Mobilität. Man unterscheidet zwischen sehr mobilen Bauformen, die direkt auf ein Fahrgestell (Trailer) gebaut werden, und transportierbaren Bauformen, die mit Hilfe eines Schwerlasttransports bewegt werden. Zudem gibt es auch Bauformen, die stationär gebaut werden und nicht bewegt werden können. Auch hier gibt es natürlich in Einzelfällen Ausnahmen.

Nähere Informationen zu den einzelnen Bauformen findest du hier: Tiny House auf Rädern, Modulhäuser oder Minihäuser

Warum sind Tiny Houses auf Rädern, Minihäuser oder Modulhäuser so im Trend?

Immer mehr Medien berichten über diese neuen Bauformen. Zudem springen erste große Einzelhändler (z. B. Tchibo) auf den Zug auf und bieten Tiny Houses in ihrem Produktsortiment an. Im Mai 2018 fand erstmals eine Tiny House Messe in Karlsruhe statt. Was ist also der Grund für diesen Trend? Die Frage lässt sich leicht beantworten, indem du einen Blick auf unsere derzeitige Wohnsituation in Deutschland wirfst.

Wo kommt die Tiny House-Bewegung her?

Ursprung in den USA

Der Ursprung der Tiny House-Bewegung liegt in den USA. 1973 veröffentlichten Lloyd Kahn und Bob Easton das Buch „Shelter“, in dem Minihäuser aus der ganzen Welt vorgestellt wurden. Weitere Bekanntheit erreichten Tiny Houses durch das Buch „Tiny Houses: or How To Get Away From It All“ des US-amerikanischen Architekten Lester Walker. Die Tiny House-Bewegung nahm Fahrt auf. Weitere Publikationen, wie z.B. „The not so big house“ von Sarah Susanka, bereiteten den Weg zum heutigen Erfolg der Bewegung.

Als einer der bekanntesten Vertreter der Tiny House-Bewegung gilt Jay Shafer, der in den USA Tiny Houses entwickelt und Baupläne und Workshops über seine „Four Lights Tiny House Company“ anbietet. Den großen Durchbruch erlebten die Tiny Houses während der Finanzkrise 2009, in der viele Immobilieneigentümer in den USA ihre großen Häuser verloren. Kern des Tiny House Movement in den USA sind die Tiny Houses on Wheels (THOW). Hierbei werden die Häuser auf ein Fahrgestell (Trailer) gebaut, um eine Gesetzeslücke in den USA auszunutzen.

Tiny House Bewegung in Deutschland

Mit der Zeit kam die Tiny House-Bewegung auch nach Europa und in Deutschland an. In der deutschen Kinderfernsehsendung „Löwenzahn“ wurde die Idee eines minimalistischen Lebensstils bereits 1980 aufgegriffen und an der Hauptfigur Peter Lustig veranschaulicht. Die Sendung spielte meist bei Lustigs ausgebauten Bauwagen und brachte dadurch diese alternative Lebensform einem breiten Publikum näher. In Deutschland zählen Klaus Toczek aus Braunfeld und Hanspeter Brunner aus Staufen zu den ersten Pionieren, die selbst ein eigenes Tiny House gebaut haben.

Die Philosophie der Tiny House Bewegung ist im Wesentlichen eine Reduzierung („Downsizing“) der Wohnfläche mit dem Ziel eines möglichst geringen ökologischen Fußabdrucks, dem Einsatz von umweltgerechten Baustoffen, wenig verbauter Fläche und einem minimalistischen Lebensstil.

FAZIT: Was ist dran am Tiny House Hype?

Die Tiny House-Bewegung beschäftigt sich mit einer existenziellen Frage in unserer Gesellschaft: Wie findet man in der heutigen Zeit noch bezahlbaren Wohnraum? Tiny Houses, Minihäuser oder Modulhäuser sind dabei die Antwort auf die heutigen Anforderungen an ein Eigenheim. Sie sind kostengünstig, energieeffizient, erweiterbar und mobil. Sie bieten dir Wohneigentum, das zu deinen individuellen finanziellen Möglichkeiten passt. Zudem ermöglichen sie dir eine große Freiheit in der Gestaltung deines zukünftigen Lebens im Hinblick auf Beruf, Familie und Wohnort. Unser Fazit: Ein Trend und kein Hype, der zukünftig noch an Bedeutung gewinnen wird. Aktuell besteht die größte Herausforderung noch in der Suche nach einem passendem Grundstück für ein Tiny House. Welche Optionen du bei der Baugrundsuche hast, findest du in unserem Artikel Tiny House Grundstückssuche. Möchtest du mehr zum Thema Baurecht erfahren, dann lese Dir unseren Artikel zur Tiny House Baugenehmigung durch.

Infografiken zu den einzelnen Bauformen findest Du hier: Häuser auf Rädern, Modulhäuser oder Minihäuser

Bildnachweis (v.o.n.u.)

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