Unsere Story

 

Ein Tiny House bauen

 

Die Idee

Mit Minimalismus hatten wir uns beide schon länger beschäftigt, aber bisher nur auf Dinge bezogen, die wir besitzen. Von Downsizing des Wohnraums, z.B. ein Tiny House bauen, hatten wir beide noch nichts gehört. Eines Tages schaute ich auf meinen Kontoauszug und mir wurde mal wieder bewusst, wie viel Geld wir monatlich nur für Miete ausgeben. Dabei haben wir noch Glück, denn unsere kleine Wohnung mit 55 qm ist mit ca. 1200 Euro noch relativ preiswert in München. Wir stellten uns dennoch die Frage, wie sich beispielsweise eine Familie mit zwei Kindern in München jemals ein Eigenheim leisten soll. Irgendwann entdeckte ich in meinem YouTube-Newsfeed ein Video zum Thema Tiny House bauen – keine Ahnung wie es dort hinkam. Damit begann unsere Reise …

Mehr Inspiration

Wir fanden die Idee ein Tiny House zu bauen, das über alles verfügt was man zum Leben braucht, wirklich cool. Die nächsten Wochen sahen wir uns alles über Tiny Houses an was wir im Internet dazu finden konnten. Und dort gab es eine Menge. Neben den YouTube-Channels „Living big in a tiny house“ und „Nessa goes wild“ haben wir auch das Tiny House Deutschland Forum und eine Facebook Gruppe entdeckt. Wir waren wirklich überrascht: Offensichtlich gibt es in Deutschland mehr Menschen, die sich über alternative Wohnformen Gedanken machen und sich für das Thema Tiny House bauen interessieren.

Inspiration für Tiny House Bau

 

Finanzierung Tiny House Bau

 

Die Rechnung stimmt

Nach einigen Wochen hatte uns das Thema immer noch nicht losgelassen. Wir waren immer noch Feuer und Flamme, unsere Idee auch wirklich umzusetzen und selbst ein Tiny House zu bauen. Die Rechnung war relativ einfach: 6 Jahre in unserer Mietwohnung in München kosten uns ca. 85.000 Euro. Wenn wir stattdessen ein Tiny House bauen würden, dann wären wir in 6 Jahren Eigentümer unseres Traumhauses. Natürlich bräuchten wir noch ein Grundstück, z.B. zur Pacht. Aber die Zahlen stimmten grundsätzlich schon mal. Wir hatten jetzt eine Vision: Ein Tiny House bauen auf einem schönen Grundstück mit einem großen Permakultur-Garten.

Erste Skizzen

Total begeistert von unserer Idee fingen wir an, erste Skizzen und Pläne unseres Tiny Houses on Wheels zu zeichnen. Die größte Herausforderung: Wie können wir möglichst viel Platz sinnvoll nutzen? Unsere Planungen, ein Tiny House zu bauen wurden also konkreter. Aber auch Ernüchterung stellte sich sehr schnell ein. Wir waren total inspiriert von den amerikanischen Tiny Houses bzgl. Design und Aufbau. Doch das deutsche Baurecht und die Straßenverkehrsordnung holten uns schnell zurück auf den Boden der Tatsachen. Unsere großen Fensterfronten von über 2 Metern und unsere Ansprüche ein möglichst baubiologisches Tiny House zu bauen (z.B. ökologische Dämmung) waren mit der Gewichtsvorgabe von 3,5 Tonnen nicht umsetzbar. Was nun?

 

Erste Skizzen für die Tiny House Bauplanung

 

Zurück auf Los

 

Zurück auf Los

Wir stellten weitere Überlegungen zum Bau unseres Tiny Houses an. Was machen wir beispielsweise mit unserem Tiny House auf Rädern wenn mal Kinder da sind? Theoretisch wäre das möglich, aber die Vorstellung, zukünftig auf 25 qm mit zwei Kindern zu leben, überzeugte uns nicht. Auf der Suche nach Alternativen sind wir auf das Thema Modulhäuser gestoßen. Die Bauform ermöglicht uns immer noch eine minimalistische Lebensweise, gibt uns aber deutlich mehr Spielraum bei der Gestaltung und dem Bau unseres Tiny Houses, da wir keine Gewichtsvorgaben mehr erfüllen müssen. Zudem kann unser Modulhaus flexibel erweitert werden, wenn zukünftig mehr Platz für Kinder benötigt wird. Falls wir unseren Lebensmittelpunkt verändern möchten, könnten wir sogar mit unserem Tiny House umziehen. Perfekt – wir hatten also eine Lösung für unsere Probleme gefunden.

Zu Besuch im Fichtelgebirge

Jetzt waren wir wieder voll motiviert und hatten von einem spannenden Projekt von zwei jungen Menschen aus dem Fichtelgebirge gehört: Steffi und Philipp, die nach dem Studium selbst ein Tiny House gebaut und das erste Tiny House Village im Fichtelgebirge eröffnet hatten. Das mussten wir uns natürlich vor Ort ansehen. Und so machten wir uns auf den Weg von München ins Fichtelgebirge, um die Zwei an ihrem 2. Tag der Offenen Tür zu besuchen. Vor Ort standen wir zum ersten Mal in einem selbstgebauten Tiny House. Der erste Eindruck war überwältigend und der erste Gedanke: „Genau so wollen wir das auch“. Unsere bisherige Sorge, dass es unmöglich sei auf so wenig Raum in einem Tiny House zu zweit zu leben, schien uns jetzt nicht mehr begründet.

Zu Besuch im Fichtelgebirge

 

Tiny House bauen - Recherche und Planung

 

Recherche, Recherche, Recherche und Planung

Jetzt brauchten wir einen konkreten Plan für unser Bauvorhaben. Es folgten Wochen der intensiven Recherche, um das Thema „Tiny House bauen“ tiefer zu verstehen. Wir haben mit vielen Anbietern von Holzhäusern persönlich und auf Messen, wie z.B. der Internationalen Handwerksmesse in München, gesprochen und uns natürlich von den großen Anbietern von Modulhäusern (Schwörer Haus, Haas, Cubig, McCube, etc.) beraten lassen. Zudem haben wir uns intensiv mit Baubiologen und Energieberatern über unseren Tiny House Bau ausgetauscht. All diese Informationen haben wir in unsere Planungen einfließen lassen. Es wurde schnell klar: Den richtigen Anbieter für unser Traum-Tiny-House zu finden, wird eine echte Herausforderung.

Tiny House Bauen oder Kaufen

„Cool wäre es eigentlich, es selber zu bauen“ – dieser Gedanke kam uns immer wieder während unserer Planung. Aber geht das überhaupt? „Geht nicht – gibt‘s nicht!“, war unsere Antwort. Wir machten uns also auf die Suche nach einer Möglichkeit, wie wir selbst an unserem Traum-Modulhaus mitarbeiten können. Eines vorweg, wir sind zwar handwerklich geschickt, aber keine Fachleute in diesem Bereich. Nach vielen Gesprächen mit Anbietern ergab sich eine Vielzahl an Optionen: Von der Lieferung einer halbgeschlossenen Wand, einer geschlossenen Wand und verschiedenen Ausbaustufen bis hin zu einem Bausatz, den wir komplett selbst aufbauen können, war alles dabei. Derzeit prüfen wir gerade die Möglichkeit eines individuellen Bausatzes, der sich in Zusammenarbeit mit einem Bauingenieur in 3-4 Wochen zusammen bauen lässt.

Tiny House Bauen oder Kaufen

 

Bauchschmerzen bei der Grundstückssuche

 

Bauchschmerzen bei der Grundstückssuche

Ein Thema bereitete uns aber weiterhin Bauchschmerzen: die Suche nach einem passendem Tiny-House-Grundstück in der Umgebung von München. Egal ob in der Tiny-House-Facebook Gruppe oder im Forum, überall dreht es sich immer wieder um die entscheidende Frage: Wie findet man ein Grundstück für ein Tiny House? Wir waren voll motiviert und probierten Einiges aus: Anzeigen in überregionalen Zeitungen, Ebay Kleinanzeigen, Foren, Facebook Gruppen, Vor-Ort-Besuche etc. Das Ergebnis nach 4 Wochen: 10 Pacht-Grundstücke im Umkreis von 50 km von München. Nach Vor-Ort-Besichtigungen trennte sich aber schnell die Spreu vom Weizen. Am Ende hatten wir ein Grundstück in der engeren Auswahl für den Bau unseres Tiny Houses.

Wir haben (k)ein Grundstück

Da war es also, unser Traum-Grundstück für unser Tiny House. Sehr ruhig gelegen am Rande eines kleinen Dorfs, in der Nähe zur S-Bahn nach München. 550 qm zur Pacht mit altem Baumbestand und einem Bach durch das Grundstück. Wir konnten unseren Augen kaum trauen. Wie krass ist das denn?! Die Lage vielleicht nicht ganz optimal, der Preis an der Grenze, aber der Rest war nicht zu toppen. Hier muss es doch einen Haken geben! Das Problem war auch schnell gefunden: Der Bebauungsplan von 1992 (Satteldach, sehr niedrigere Firsthöhe, Dacheindeckung ziegelrot) mit einer Hochwasserschutzverordnung (Anhebung des Grundstückes um ca. 2 Meter) aufgrund des Bachs. Nach einigen Gesprächen mit der untersten Baubehörde und in Folge dessen mit den weiteren oberen Baubehörden wurde eines schnell klar, für unser Projekt „Tiny House Bau“ wird es keine Ausnahmeregelung geben. Traurig, aber wahr.

Grundstückssuche Tiny House Bau

 

Tiny House-Messe in Karlsruhe

 

Tiny House-Messe in Karlsruhe

Die erste Tiny House-Messe in Deutschland! Ein äußerst positives Signal in die richtige Richtung. Wir wollten uns das nicht entgehen lassen und so waren wir auch in Karlsruhe direkt vor Ort. Es war sehr spannend, sich mit anderen Interessenten zum Thema „Tiny House bauen“ auszutauschen. Toll fanden wir auch, dass es weitere Initiativen (z.B. Tiny House Park Karlsruhe) gibt, um mehr Stellplätze in Deutschland für den Bau von Tiny Houses zu schaffen. Zudem hörten wir von Bemühungen, auch einen Verband zu gründen, der sich für Bedürfnisse von Tiny-House-Bauherren einsetzen möchte. Das sind sehr positive Impulse, die uns Hoffnung geben, dass die Tiny House-Bewegung auch in Deutschland weiter Fortschritte macht.

Aufgeben ist keine Option

Nachdem unsere erste Initiative zur Grundstückssuche leider nicht erfolgreich war, suchen wir natürlich weiter. Aufgeben ist für uns keine Option. Auch wenn wir uns mit unserem Standort in München vermutlich eine der schwersten Umgebungen für eine Grundstückssuche in Deutschland herausgesucht haben. Wir stellen aber immer wieder fest, dass eine Suche vor Ort, immer wieder zu Treffern führt und wir weiterhin auf freie Grundstücke stoßen, die auch für eine Verpachtung zur Verfügung stehen. Wir werden also dranbleiben und halten Euch auf dem Laufenden, wenn wir ein passendes Grundstück gefunden haben.

Tiny House bauen: Aufgeben ist keine Option

 

LIVEE

Wir haben im Sommer 2018 LIVEE gegründet weil wir uns für bezahlbaren und flexibleren Wohnraum einsetzen möchten, der ein einfacheres und freieres Leben ermöglicht. 
 
 
 

Unsere Story

 

Die Idee

Mit Minimalismus hatten wir uns beide schon länger beschäftigt, aber bisher nur auf Dinge bezogen, die wir besitzen. Von Downsizing des Wohnraums, z.B. ein Tiny House bauen, hatten wir beide noch nichts gehört. Eines Tages schaute ich auf meinen Kontoauszug und mir wurde mal wieder bewusst, wie viel Geld wir monatlich nur für Miete ausgeben. Dabei haben wir noch Glück, denn unsere kleine Wohnung mit 55 qm ist mit ca. 1200 Euro noch relativ preiswert in München. Wir stellten uns dennoch die Frage, wie sich beispielsweise eine Familie mit zwei Kindern in München jemals ein Eigenheim leisten soll. Irgendwann entdeckte ich in meinem YouTube-Newsfeed ein Video zum Thema Tiny House bauen – keine Ahnung wie es dort hinkam. Damit begann unsere Reise …

Mehr Inspiration

Wir fanden die Idee ein Tiny House zu bauen, das über alles verfügt was man zum Leben braucht, wirklich cool. Die nächsten Wochen sahen wir uns alles über Tiny Houses an was wir im Internet dazu finden konnten. Und dort gab es eine Menge. Neben den YouTube-Channels „Living big in a tiny house“ und „Nessa goes wild“ haben wir auch das Tiny House Deutschland Forum und eine Facebook Gruppe entdeckt. Wir waren wirklich überrascht: Offensichtlich gibt es in Deutschland mehr Menschen, die sich über alternative Wohnformen Gedanken machen und sich für das Thema Tiny House bauen interessieren.

Die Rechnung stimmt

Nach einigen Wochen hatte uns das Thema immer noch nicht losgelassen. Wir waren immer noch Feuer und Flamme, unsere Idee auch wirklich umzusetzen und selbst ein Tiny House zu bauen. Die Rechnung war relativ einfach: 6 Jahre in unserer Mietwohnung in München kosten uns ca. 85.000 Euro. Wenn wir stattdessen ein Tiny House bauen würden, dann wären wir in 6 Jahren Eigentümer unseres Traumhauses. Natürlich bräuchten wir noch ein Grundstück, z.B. zur Pacht. Aber die Zahlen stimmten grundsätzlich schon mal. Wir hatten jetzt eine Vision: Ein Tiny House bauen auf einem schönen Grundstück mit einem großen Permakultur-Garten.

Erste Skizzen

Total begeistert von unserer Idee fingen wir an, erste Skizzen und Pläne unseres Tiny Houses on Wheels zu zeichnen. Die größte Herausforderung: Wie können wir möglichst viel Platz sinnvoll nutzen? Unsere Planungen, ein Tiny House zu bauen wurden also konkreter. Aber auch Ernüchterung stellte sich sehr schnell ein. Wir waren total inspiriert von den amerikanischen Tiny Houses bzgl. Design und Aufbau. Doch das deutsche Baurecht und die Straßenverkehrsordnung holten uns schnell zurück auf den Boden der Tatsachen. Unsere großen Fensterfronten von über 2 Metern und unsere Ansprüche ein möglichst baubiologisches Tiny House zu bauen (z.B. ökologische Dämmung) waren mit der Gewichtsvorgabe von 3,5 Tonnen nicht umsetzbar. Was nun?

Zurück auf Los

Wir stellten weitere Überlegungen zum Bau unseres Tiny Houses an. Was machen wir beispielsweise mit unserem Tiny House auf Rädern wenn mal Kinder da sind? Theoretisch wäre das möglich, aber die Vorstellung, zukünftig auf 25 qm mit zwei Kindern zu leben, überzeugte uns nicht. Auf der Suche nach Alternativen sind wir auf das Thema Modulhäuser gestoßen. Die Bauform ermöglicht uns immer noch eine minimalistische Lebensweise, gibt uns aber deutlich mehr Spielraum bei der Gestaltung und dem Bau unseres Tiny Houses, da wir keine Gewichtsvorgaben mehr erfüllen müssen. Zudem kann unser Modulhaus flexibel erweitert werden, wenn zukünftig mehr Platz für Kinder benötigt wird. Falls wir unseren Lebensmittelpunkt verändern möchten, könnten wir sogar mit unserem Tiny House umziehen. Perfekt – wir hatten also eine Lösung für unsere Probleme gefunden.

 

Zu Besuch im Fichtelgebirge

Jetzt waren wir wieder voll motiviert und hatten von einem spannenden Projekt von zwei jungen Menschen aus dem Fichtelgebirge gehört: Steffi und Philipp, die nach dem Studium selbst ein Tiny House gebaut und das erste Tiny House Village im Fichtelgebirge eröffnet hatten. Das mussten wir uns natürlich vor Ort ansehen. Und so machten wir uns auf den Weg von München ins Fichtelgebirge, um die Zwei an ihrem 2. Tag der Offenen Tür zu besuchen. Vor Ort standen wir zum ersten Mal in einem selbstgebauten Tiny House. Der erste Eindruck war überwältigend und der erste Gedanke: „Genau so wollen wir das auch“. Unsere bisherige Sorge, dass es unmöglich sei auf so wenig Raum in einem Tiny House zu zweit zu leben, schien uns jetzt nicht mehr begründet.

 

Recherche, Recherche, Recherche und Planung

Jetzt brauchten wir einen konkreten Plan für unser Bauvorhaben. Es folgten Wochen der intensiven Recherche, um das Thema „Tiny House bauen“ tiefer zu verstehen. Wir haben mit vielen Anbietern von Holzhäusern persönlich und auf Messen, wie z.B. der Internationalen Handwerksmesse in München, gesprochen und uns natürlich von den großen Anbietern von Modulhäusern (Schwörer Haus, Haas, Cubig, McCube, etc.) beraten lassen. Zudem haben wir uns intensiv mit Baubiologen und Energieberatern über unseren Tiny House Bau ausgetauscht. All diese Informationen haben wir in unsere Planungen einfließen lassen. Es wurde schnell klar: Den richtigen Anbieter für unser Traum-Tiny-House zu finden, wird eine echte Herausforderung.

Tiny House bauen oder kaufen

„Cool wäre es eigentlich, es selber zu bauen“ – dieser Gedanke kam uns immer wieder während unserer Planung. Aber geht das überhaupt? „Geht nicht – gibt‘s nicht!“, war unsere Antwort. Wir machten uns also auf die Suche nach einer Möglichkeit, wie wir selbst an unserem Traum-Modulhaus mitarbeiten können. Eines vorweg, wir sind zwar handwerklich geschickt, aber keine Fachleute in diesem Bereich. Nach vielen Gesprächen mit Anbietern ergab sich eine Vielzahl an Optionen: Von der Lieferung einer halbgeschlossenen Wand, einer geschlossenen Wand und verschiedenen Ausbaustufen bis hin zu einem Bausatz, den wir komplett selbst aufbauen können, war alles dabei. Derzeit prüfen wir gerade die Möglichkeit eines individuellen Bausatzes, der sich in Zusammenarbeit mit einem Bauingenieur in 3-4 Wochen zusammen bauen lässt.

 

Bauchschmerzen bei der Grundstückssuche

Ein Thema bereitete uns aber weiterhin Bauchschmerzen: die Suche nach einem passendem Tiny-House-Grundstück in der Umgebung von München. Egal ob in der Tiny-House-Facebook Gruppe oder im Forum, überall dreht es sich immer wieder um die entscheidende Frage: Wie findet man ein Grundstück für ein Tiny House? Wir waren voll motiviert und probierten Einiges aus: Anzeigen in überregionalen Zeitungen, Ebay Kleinanzeigen, Foren, Facebook Gruppen, Vor-Ort-Besuche etc. Das Ergebnis nach 4 Wochen: 10 Pacht-Grundstücke im Umkreis von 50 km von München. Nach Vor-Ort-Besichtigungen trennte sich aber schnell die Spreu vom Weizen. Am Ende hatten wir ein Grundstück in der engeren Auswahl für den Bau unseres Tiny Houses.

Wir haben (k)ein Grundstück

Da war es also, unser Traum-Grundstück für unser Tiny House. Sehr ruhig gelegen am Rande eines kleinen Dorfs, in der Nähe zur S-Bahn nach München. 550 qm zur Pacht mit altem Baumbestand und einem Bach durch das Grundstück. Wir konnten unseren Augen kaum trauen. Wie krass ist das denn?! Die Lage vielleicht nicht ganz optimal, der Preis an der Grenze, aber der Rest war nicht zu toppen. Hier muss es doch einen Haken geben! Das Problem war auch schnell gefunden: Der Bebauungsplan von 1992 (Satteldach, sehr niedrigere Firsthöhe, Dacheindeckung ziegelrot) mit einer Hochwasserschutzverordnung (Anhebung des Grundstückes um ca. 2 Meter) aufgrund des Bachs. Nach einigen Gesprächen mit der untersten Baubehörde und in Folge dessen mit den weiteren oberen Baubehörden wurde eines schnell klar, für unser Projekt „Tiny House Bau“ wird es keine Ausnahmeregelung geben. Traurig, aber wahr.


Tiny House-Messe in Karlsruhe

Die erste Tiny House-Messe in Deutschland! Ein äußerst positives Signal in die richtige Richtung. Wir wollten uns das nicht entgehen lassen und so waren wir auch in Karlsruhe direkt vor Ort. Es war sehr spannend, sich mit anderen Interessenten zum Thema „Tiny House bauen“ auszutauschen. Toll fanden wir auch, dass es weitere Initiativen (z.B. Tiny House Park Karlsruhe) gibt, um mehr Stellplätze in Deutschland für den Bau von Tiny Houses zu schaffen. Zudem hörten wir von Bemühungen, auch einen Verband zu gründen, der sich für Bedürfnisse von Tiny-House-Bauherren einsetzen möchte. Das sind sehr positive Impulse, die uns Hoffnung geben, dass die Tiny House-Bewegung auch in Deutschland weiter Fortschritte macht.

Aufgeben ist keine Option

Nachdem unsere erste Initiative zur Grundstückssuche leider nicht erfolgreich war, suchen wir natürlich weiter. Aufgeben ist für uns keine Option. Auch wenn wir uns mit unserem Standort in München vermutlich eine der schwersten Umgebungen für eine Grundstückssuche in Deutschland herausgesucht haben. Wir stellen aber immer wieder fest, dass eine Suche vor Ort, immer wieder zu Treffern führt und wir weiterhin auf freie Grundstücke stoßen, die auch für eine Verpachtung zur Verfügung stehen. Wir werden also dranbleiben und halten Euch auf dem Laufenden, wenn wir ein passendes Grundstück gefunden haben.

 

Aktueller Zeitpunkt

 
Wir haben im Sommer 2018 LIVEE gegründet weil wir uns für bezahlbaren und flexibleren Wohnraum einsetzen möchten, der ein einfacheres und freieres Leben ermöglicht.

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