3 Möglichkeiten wie Du ein Grundstück für Dein Tiny House, Minihaus oder Containerhaus findest

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Tiny House auf Rädern, Minihäuser oder Containerhäuser sind gerade voll im Trend. Beschäftigst Du dich näher mit diesen Bauformen, stehst Du schnell vor einer großen Herausforderung: Wie finde ich ein passendes Grundstück? Wir haben die drei wichtigsten Möglichkeiten für Dich analysiert.

In diesem Artikel erfährst Du:

Grundstückssuche als größte Herausforderung in Deutschland

Egal ob in der Tiny House Deutschland Facebook-Gruppe oder im Tiny House Forum, es gibt derzeit keine spannendere Frage, die interessierte Bauherren von Tiny Houses auf Rädern, Minihäusern oder Containerhäusern umtreibt: Wie finde ich das passende Baugrundstück für mein zukünftiges Zuhause.

Für dich als privaten Bauherrn stehen insgesamt drei Möglichkeiten zur Auswahl, die wir im Folgenden näher unter die Lupe nehmen möchten:

  • Kauf eines Grundstücks
  • Pacht eines Grundstücks
  • Alternativer Stellplatz (z.B. Campingplatz, Tiny House Village)

Möglichkeit 1: Kauf eines Grundstücks

Die einfachste Möglichkeit ist der Kauf eines geeigneten Grundstücks. Hier ist wichtig zu wissen, dass es in Deutschland kaum Grundstücke gibt, die kleiner als 400 qm sind. Beschränke Deine Suche also nicht auf zu kleine Grundstücke, auch wenn Du theoretisch für Dein Zuhause nur 200 qm brauchst. In der Umgebung von großen Städten (z. B. München, Frankfurt etc.) wirst Du dich vermutlich auch schwertun, ein preiswertes Grundstück aufgrund des aktuellen Zuzugs in die Ballungszentren zu finden.

Neben der Kontaktaufnahme zu Maklern bieten sich Immobilienportale im Internet an, die Dir dabei helfen, ein passendes Grundstück zu finden. Du kannst auch nach Baulücken Ausschau halten oder nach ungünstig geschnittenen Grundstücken, die für ein normales Einfamilienhaus nicht in Frage kommen. Auch günstige Abrisshäuser oder Zwangsversteigerungen bieten Dir die Möglichkeit, an ein finanzierbares Grundstück zu gelangen. Zudem unterstützen Dich einige Banken (z.B. Sparkasse) bei der Suche nach einem Grundstück. Außerdem hast Du die Möglichkeit, über Annoncen in regionalen und überregionalen Zeitungen auf Deine Grundstückssuche aufmerksam zu machen.

Viele Grundstücke werden „unter der Hand“ weiterverkauft. Sprich also mit Freunden und Bekannten in deiner Stadt bzw. vor Ort. Wenn der Kauf eines Grundstückes für Dich alleine zu teuer ist, mache Dich auf die Suche nach anderen Interessierten und denke über eine Eigentümergemeinschaft nach. Im Tiny House Forum findest Du z.B. regionale Gruppen, die bereits an gemeinsamen Projekten zum Erwerb eines Grundstückes arbeiten.

Möglichkeit 2: Pacht eines Grundstücks

Möchtest Du nicht dauerhaft an einem Ort wohnen, könnte auch ein Pachtgrundstück eine passende Alternative für Dich zum Grundstückskauf sein. Wir empfehlen Dir für die Suche, Dich direkt vor Ort umzuschauen. Hast du ein freies Grundstück entdeckt, hast Du die Möglichkeit, ins Gespräch mit den Nachbarn zu kommen und kannst vielleicht direkt herausfinden, wer der Eigentümer des Grundstücks ist. Auch Einwurfzettel bzw. Flyer an zentralen Orten (Bäckerei, Supermarkt Schwarzes Brett, Restaurants etc.) bieten sich an, um auf Deine Grundstückssuche aufmerksam zu machen.

Daneben kannst Du eine Anzeige in Immobilienportalen im Internet oder bei Ebay Kleinanzeigen schalten. Zusätzlich kannst du Annoncen mit einem Grundstücksgesuch in regionalen und überregionalen Zeitungen veröffentlichen. Eine weitere Option könnten für Dich Erbpachtgrundstücke sein. Dies sind Grundstücke, die von Städten oder Gemeinden oder der katholischen Kirche langfristig zur Pacht angeboten werden. Informiere Dich vor Ort, ob es die Möglichkeit für solche Grundstücke gibt.

 

Möglichkeit 3: Alternative Stellplätze

Neben der Pacht und dem Kauf eines Grundstückes gibt es für Dich als zukünftigen Besitzer eines Tiny Houses on Wheels, Modulhauses oder Mobilheims noch alternative Stellplätze. Zum einen bieten sich Campingplätze an. Hier benötigst Du keine Baugenehmigung, es gilt lediglich die Platzordnung und die Landesverordnung über Camping- und Wochenendplätze (CWVO). Die CWVO erlaubt jedoch nur Gebäude mit einer Größe von max. 50 qm und einer Höhe von 3,50 Metern. Zudem musst Du prüfen, ob auf Deinem Campingplatz „dauerhaftes Wohnen“ erlaubt ist. Dies wird von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich in der Landesbauordnung geregelt. Neben den Campingplätzen werden zunehmend weitere Stellplätze über Tiny House Villages bzw. Parks geschaffen. Beispiel hierfür ist das Projekt „Tiny House Park“ in Karlsruhe oder das „Tiny House Village“ im Fichtelgebirge. Im Regelfall gelten für diese Projekte die gleichen Vorgaben und Auflagen wie für einen Campingplatz.

Fazit: Die derzeitig noch schwierige Suche nach geeigneten Stellplätzen für Tiny Houses auf Rädern, Minihäuser und Containerhäuser stellt eine gewisse Herausforderung dar und sollte deshalb von Bauherrn nicht unterschätzt werden. Wir sind aber optimistisch und sehen in der Eröffnung weiterer Tiny House Villages und Parks positive Signale für die Zukunft.  

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Bildnachweis (v.o.n.u.)

  • Header: Design by Taylor Smyth Architects,  Photographs by Ben Rahn/A-Frame
  • Bild 1: Luftbild: Max Boettinger on Unsplash
  • Bild 2: Grundstück kaufen: Jason Long on Unsplash
  • Bild 3: Pachtgrundstück: Marieken Verheyen – Re:hof Rutenberg
  • Bild 4: Alternative Stellplätze: Tiny House Fichtelgebirge
  • Quiz-Banner: Anže Čokl 

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Christian

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